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   Alzheimer-Therapiezentrum Bad Aibling (Film -> knapp 9 Min.)

Hoffnung für Alzheimer-Patienten und ihre Angehörigen

"Die meisten der 1,2 Millionen Demenzkranken werden zu Hause von ihren Angehörigen betreut. Diese brauchen daher ganz besonders Hilfe und Unterstützung", so Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21.9.2006. Hoch belastete pflegende Angehörige erkrankten häufig selbst und hätten US-Wissenschaftlern zufolge eine 60 Prozent höhere Sterbewahrscheinlichkeit als geringer belastete. "Durch eine optimierte und genau auf die Bedürfnisse abgestimmte Pflege und Betreuung lässt sich die Lebensqualität für Betroffene und Angehörige entscheidend verbessern. Wir dürfen keine Zeit verlieren, um für diese Familien Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Würde der Betroffenen über alle Krankheitsstadien hinweg gewährleisten." Das Alzheimer-Therapiezentrum Bad Aibling im bayrischen Bad Aibling bietet Alzheimer-Patienten und ihren Angehörigen für einige Wochen aufeinander abgestimmte Therapie und Entlastung, die in einen erträglichen Alltagsumgang mit der Krankheit münden sollen. Vision50plus.de hat das Therapiezentrum mit der Kamera besucht. Sehen Sie unseren Film (knapp 9 Minuten):


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Hilfe im häuslichen Umfeld soll u.a. die Initiative Demenzversorgung in der Allgemeinmedizin (IDA) bieten. Ziel des Modellvorhabens ist es, die Versorgung von Menschen mit Demenz stärker auf ihre Bedürfnisse und ihr Lebensumfeld auszurichten. Die betroffenen Personen sollen in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung bleiben und durch eine verbesserte hausärztliche Betreuung mehr Lebensqualität erhalten. Die Angehörigen, die oft unter hoher physischer und psychischer Belastung stehen, sollen in das Betreuungskonzept einbezogen werden.


Weitere Ansprechpartner:

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. -> Kampagne Helfen nicht vergessen

Alzheimer Gesellschaft München e.V.
Josephsburgstr. 92
81673 München
Tel. 089/ 47 51 85
Fax 089/ 4 70 29 79
www.agm-online.de

Alzheimer Therapiezentrum Staffelstein
Fachklinik für Neurologie, Geriatrie u. Rheumatologie, Orthopädie, stationäre u. ambulante Rehabilitation in Kooperation mit der Univers. Erlangen-Nürnberg
Am Kurpark 11
96231 Bad Staffelstein
Tel. 09573/ 56 – 364

Zentrum für Ambulante geriatrische Rehabilitation in München-Riem
Dr. GÜnther Holthausen
Graf-Lendorff-Str. 1a
81 829 München
Tel. 089/ 945 53 30

Tagesklinik der Geriatrie im städtischen Krankenhaus Neuperlach
(im Zentrum für Akutgeriatrie u. Frührehabilitation)
Oskar-Maria-Graf-Ring 51
81 737 München
Tel. 089/ 679 422 29

Geriatrische Fachklinik
Bahnhofstr. 107
86 633 Neuburg an der Donau
Tel. 08431/ 58 00


"Gedächtnissprechstunden“

Psychiatrische Klinik der LMUniversität München
Nußbaumstr. 7
Tel. 089/ 5160 - 58 20
Angehörigengruppe: 089/ 5160 - 55 20

Neurologische Klinik u. Poliklinik der LMUniversität München
Tel. 089/ 7095 - 36 90

Max-Planck-Institut für Psychiatrie München
Tel. 089/ 30 622 - 379


Diagnose Alzheimer muss nicht zum Führerscheinverlust führen

Alzheimer-Patienten können unter bestimmten Bedingungen trotz ihrer Diagnose weiter Auto fahren. Ein Team unter der Leitung des Kölner Professors Dr. Rüdiger Mielke fand heraus, dass die Fahreignung der Betroffenen je nach individuellem Krankheitsverlauf unterschiedlich lange erhalten bleibt. Zudem könnten Defizite z.B. durch Fahrerfahrung und angepasste Fahrweise (wie Verzicht auf Nachtfahrten) ausgeglichen werden, so das Mielke-Team.
Nun sollen geeignete neuropsychologische Prädiktoren ermittelt werden, mit deren Hilfe die Fahreignung bei beginnender Alzheimer-Erkrankung prognostiziert werden kann. An der entsprechenden Untersuchung sollen 50 Personen im Alter zwischen 55 und Jahren teilnehmen.


Technische Hilfen

In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Roten Kreuz hat die Universität Erlangen-Nürnberg ein Ortungs- u. Navigationssystem entwickelt, das (gekoppelt an ein handelsübliches Handy) ständig die Position des jeweiligen Trägers angibt. Das Gerät kann auch in geschlossenen Räumen helfen, einen umherirrenden Patienten aufzufinden.
Im Mai 03 startete im Raum Nürnberg-Erlangen die Pilotphase des Projekts „Locomotion“. Die Abkürzung steht für „location based mobile phones for applications for independant living of disabled and elderly citizens“, auf deutsch etwa: auf einem Ortungssystem basierendes Handy als Beistand für ein unabhängiges Leben von behinderten und alten Bürgern. (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 16.4. u. 13.10.03)


Weitere Informationen

Broschüren können bei der Alzheimer Beratungsstelle angefordert werden. Schreiben Sie an: Guenther.Schwarz@eva-stuttgart.de

Broschüre "Verwirrt - verschroben - abgeschoben?"
Deutsches Grünes Kreuz
Schumarkt 4
35 037 Marburg


Literatur

Hampel, Padberg, Möller (Hrsg.):
„Alzheimer-Demenz; klinische Verläufe, diagnostische Möglichkeiten, moderne Therapiestrategien“
WVG Stuttgart

Süddeutsche Zeitung (SZ) vom 15./16.2.03: Gesundheitsforum

Alex Rühle: „In dunkler Nacht ging Ich aus meinem stillen Haus“
Das Gehirn als Wunder und Fleischmasse: Keine Krankheit beschäftigt die Künste derzeit so stark wie Alzheimer (SZ vom 3.4.03)


Links

www.alzheimerforum.de

www.justiz.bayern.de
Vorsorgebroschüre des bayerischen Justizministeriums
enthält u.a. Formulare für Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten zum Herunterladen (vgl. Süddeutsche Zeitung vom 16.4.03)