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Test Test Bundesfamilienministerium: 50plus ist für unsere Gesellschaft unverzichtbar Anlässlich des Tages der älteren Generation am 5. April sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, zukünftig werde das Angebot an Arbeitskräften in Deutschland wegen des Bevölkerungsrückgangs spürbar abnehmen. Spätestens ab dem Jahr 2015 sage die Arbeitsmarktforschung einen zunehmenden Fachkräftemangel voraus. Dennoch beschäftigten heute 41 Prozent aller Betriebe in Deutschland niemanden über 50 Jahre. Von der Leyen wörtlich: "Die Wirtschaft muss sich stärker auf das Älterwerden unserer Bevölkerung einstellen, wenn sie nicht abgehängt werden will. Die ältere Generation ist sowohl mit ihrer Arbeitskraft als auch mit ihrer Kaufkraft ein immer wichtigerer Wirtschaftsfaktor. Wir brauchen ein Leitbild des produktiven Alters: Leistungsfähigkeit, Kreativität und Innovationskraft sind selbstverständlich auch jenseits der Lebensmitte vorhanden. Es ist höchste Zeit umzudenken." Wirtschaftsweiser Bofinger: "Deutschland könnte das Rehabilitationszentrum der Welt werden" Beim ersten "Kamingespräch" der Unternehmensberatung Axel Schröder&Partner auf Burg Wernberg zeigte sich Prof. Dr. Peter Bofinger überzeugt, dass die Ära des Industrielandes Deutschland ihrem Ende entgegengeht. Unsere Zukunft sei die Dienstleistungsgesellschaft: (bitte anklicken --> Video-O-Ton) Ein interessanter Wachstumsmarkt ergebe sich durch unsere "alternde Gesellschaft". (bitte anklicken --> Video-O-Ton) Metabo schätzt die Kompetenz älterer Entwickler "Erfahrene Entwickler besitzen oft eine unglaubliche Intuition, die es ihnen erlaubt, erfolgversprechende Projekte schnell und sicher zu selektieren", so Patricia Lorek, Leiterin des Bereichs Entwicklung, Innovation und Design beim Bohrmaschinenhersteller Metabo, in der neuen Ausgabe des Fachmagazins "DER F&E MANAGER". Lorek schränkte allerdings ein, dies gelte nur für diejenigen, die von der Persönlichkeitsstruktur her immer schon für Neues offen waren. "Solche Charaktere zeigen gegen Ende ihres Berufslebens noch eine Frische, die Sie bei manchem jungen Entwickler vergeblich suchen." "Der neue Generationenvertrag" So der der Titel einer Publikation des Wallstein Verlages, in der die Folgen des demografischen Wandels aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden. Zu Wort kommen u.a. Prof. Helmut Bachmaier (Herausgeber), die ehemalige Bundesfamilienministerin Prof. Ursula Lehr und Andreas Reidl. Diese drei Experten erläutern ihre Visionen auszugsweise auch in diesem Portal. Die entsprechenden Video-O-Töne sind in den Beiträgen "Märkte u. Marken im Generationenwandel" (Bachmaier, Lehr) und "Marketing entdeckt die Zielgruppe 50plus" (Reidl) enthalten. "Wachstumsmarkt Alter" Innovationen für die Zielgruppe 50plus Produkte und Dienstleistungen, die sich an den Bedürfnissen der Zielgruppe 50plus orientieren, sind derzeit noch Mangelware. Dabei könnten viele Unternehmen von diesem enormen Wachstumsmarkt profitieren. In ihrem Buch Wachstumsmarkt Alter beschreiben die Autoren Oliver Gassmann und Gerrit Reepmeyer, mit welchen Mitteln und Strategien die Konsumwünsche von 50plus und die Entwicklungsabteilungen in den unterschiedlichen technischen Disziplinen zusammengebracht werden können. Zu den Autoren: Prof. Dr. Oliver Gassmann ist Direktor des Instituts für Technologiemanagement an der Universität St. Gallen, Board of Experts des World Ageing & Generation Congress 2005 und Leiter der Initiative "Innovation for Successful Ageing". Gerrit Reepmeyer ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Prof. Gassmanns. Vision50plus.de wird die Publikation des Hanser Verlages demnächst vorstellen. 18.1.06: DIHK-Studie sieht bessere Beschäftigungschancen für ältere Arbeitnehmer 15 % der befragten 20.000 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen wollen künftig verstärkt ältere Mitarbeiter einstellen, um dem drohenden Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken. Im Bericht zur Studie heißt es, die Industrie- und Handelskammern wollten diese Entwicklung fördern, indem sie beispielsweise ihre Erfahrungen in der Weiterbildung einbrächten. Die Politik wird aufgefordert, Unternehmern und Arbeitgebern die erforderlichen Spielräume zu geben, so dass diese sich rechtzeitig auf den demografischen Wandel einrichten könnten. Die Frühverrentungsstrategien vergangener Jahre seien keinesfalls mehr zeitgemäß. Ambulant statt stationär Video-Interview mit Joachim Unterländer, CSU-Landtagsabgeordneter, und Alexander Frey, Sozialanwalt in München Bei einem Pressegespräch in München (8.11.05) forderten Unterländer und Frey, es müsse alles getan werden, um dem Wunsch der meisten Pflegebedürftigen nach Betreuung zu Hause gerecht zu werden. Wo dies nicht möglich sei, komme als Alternative zum Heim die Pflege-Wohngemeinschaften in Frage. Alexander Frey: bitte anklicken --> Video-O-Ton Die Betreuung mehrerer Pflegebedürftiger in einer dafür geeigneten Wohnung (PflegeWG) bietet mehr Lebensqualität. Die Kosten müssen nicht höher liegen als bei der Heimunterbringung, und doch schieben Kranken- und Pflegeversicherung sich gegenseitig die Verantwortung zu. Joachim Unterländer: bitte anklicken --> Video-O-Ton Dazu auch Alexander Frey: bitte anklicken --> Video-O-Ton Private und professionelle Gründungen von PflegeWGs werden derzeit noch dadurch gebremst, dass Aufsichtsorgane die mögliche Ausnahme des Heimgesetzes für PflegeWGs nicht gelten lassen wollen. Die sogenannte Experimentierklausel (§ 25 a) des Heimgesetzes sieht vor, das Heimrecht dort nur eingeschränkt anzuwenden, da in kleinen Betreuungseinheiten geringerer Regelungsbedarf besteht. PflegeWGs sollten deshalb generell per Gesetz vom Heimrecht ausgenommen werden, so Unterländer. Er und Frey wollen nicht zuletzt den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MdK) mit der Aufgabe betreuen, die Pflegequalität in privaten und professionellen PflegeWGs sicherzustellen. bitte anklicken --> Video-O-Ton Gegenwärtig steht der Zuschnitt vieler Wohnungen und Häuser der Einrichtung von PflegeWGs noch entgegen. Unterländer ist sich jedoch sicher, dass ein Umsteuern möglich ist, auch ganz ohne neue Gesetze: bitte anklicken --> Video-O-Ton Auch die Bauwirtschaft brauche einen Mentalitätswandel. Dann sei vieles auch ohne Mehrinvestitionen möglich: bitte anklicken --> Video-O-Ton Mehr zum Thema erfahren Sie im Portal www.PflegeWG.de. 22.10.05: Süddeutsche Zeitung zum Hören Aus dem gemeinsamen Pilotprojekt von Vision50plus.de und der Süddeutschen Zeitung ist nach 22 Monaten endlich ein Regelangebot geworden. Die SZ-Tochtergesellschaft DIZ stellt künftig - allerdings kostenpflichtig - das 'Streiflicht' und die 'Seite Drei' täglich morgens als Audio-Datei zum Herunterladen bereit. Am 15. März 2003 produzierte Vision50plus.de die erste Ausgabe für den Piloten "SZ Hörzeitung". Streiflicht, Seite Drei, 3 Kommentare, ein Wirtschafts- und ein Feuilleton-Beitrag standen an diesem Morgen um 6 Uhr zum (kostenlosen) Abruf bereit - wie in den Monaten danach regelmäßig von Montag bis Freitag. Die Wochenzeitung 'Die Zeit' folgte zwei Monate später mit einem eigenen Angebot, das dem Erscheinungsturnus der Printausgabe folgt und einmal pro Woche erscheint. Vision50plus.de musste sein Angebot im August 2003 wegen erschöpfter finanzieller Ressourcen bis auf weiteres einstellen, denn auch der Kooperationspartner Süddeutsche Zeitung befand sich damals in einer schwierigen Situation, die keine Experimente ohne konkrete Aussicht auf Einnahmen erlaubte. Dies hatte sich auch im Sommer 2004 nicht grundlegend geändert, als Vision50plus.de einen zweiten Anlauf unternahm - dieses Mal unter dem Dach von sueddeutsche.de. Wir freuen uns, dass nun endlich ein Weg gefunden wurde, der ein dauerhaftes Angebot "SZ Hörzeitung" erlaubt! 16.-17.6.05: "66 - die Seniorenmesse" in München "Stellen Sie sich einmal vor, wie es ist, überall nur noch als 'Problemfall' oder 'Kostenfaktor' angesprochen zu werden!" Mit diesem Appell versuchte Horst Seehofer, Schirmherr der Messe und seit kurzem Vorsitzender des bayerischen VdK, auf die Situation von Menschen in der zweiten Lebenshälfte aufmerksam zu machen. Er ermutigte seine Altersgruppe, diese weniger vom Erwerbsleben bestimmte Lebenszeit aktiv zu nutzen. Sie solle sich mit ihrer Erfahrung und ihrem Wissen in die Gesellschaft einbringen und auf eine neue Einstellung gegenüber dem Alter hinarbeiten. Neue Wohnformen für die 2. Lebenshälfte - wie die Stadt München vorsorgt Video-Interview mit der Münchner Stadtplanungsreferentin Prof. Christiane Thalgott Prof. Thalgott war als Vertreterin der Städte und Gemeinden an der Erarbeitung des zweiten Altenberichts beteiligt. Dieser Bericht erschien 1998 und bot mit seinen Expertisen zum Thema „Wohnen im Alter“ fortan die Grundlage für die öffentliche Diskussion. Wissenschaftliche Studien hatten damals ergeben, dass sich der überwiegende Teil der älteren Bevölkerung irrtümlich in der Sicherheit wähnte, in einer „alterstauglichen“ Wohnung zu leben. Die Voraussetzungen für möglichst lebenslange Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden waren also äußerst ungünstig. Thalgott hat das Thema deshalb immer wieder angesprochen, z.B. bei ihren regelmäßigen Treffen mit den Bürgermeisterinnen der Region München. Diese Frauen wüssten um die Bedeutung des Themas, seien sie doch in der Regel über ihre frühere Verantwortung für den Bereich Soziales in ihr Amt gelangt. Bei den männlichen Politikern sei das Thema „Wohnen im Alter“ noch ebenso selten angekommen wie bei meisten Wohnungsbauunternehmern. bitte anklicken --> Video-O-Ton Thalgott lässt keine Gelegenheit aus, auf einen Bewusstseinswandel hinzuwirken. Als Stadtplanungsreferentin nutzt sie ihren Einfluss auf die Wohnungsbaugesellschaften der Stadt München. bitte anklicken --> Video-O-Ton Für neue Formen des Wohnens in der zweiten Lebenshälfte genügt Barrierefreiheit allein jedoch nicht. So können sich immer mehr 50plusler vorstellen, in einer Wohngemeinschaft zu leben. Der Markt für die entsprechenden Wohnungen und Häuser wachse, so Thalgott an die Adresse der Wohnungsbauunternehmen: bitte anklicken --> Video-O-Ton Die Stadtplanungsreferentin ist überzeugt, dass es nur der adäquaten Strategie bedarf, um auch die Banken ins Boot zu holen. bitte anklicken --> Video-O-Ton Bürogebäude, die vor 10 bis 20 Jahren errichtet wurden und heute oft keinen Mieter finden, zu SeniorenWGs umzubauen, wäre laut Thalgott der falsche Ansatz. Deren technische Ausstattung – nur wenige senkrechte Kanäle für sanitäre Einrichtungen – eignet sich in der Regel nicht und auch die Umgebung solcher Bürogebäude ist selten einladend. bitte anklicken --> Video-O-Ton Ob SeniorenWG oder neue nachbarschaftliche Wohnformen auf der Basis solidarischer Netzwerke, wie sie etwa von der WOGENO angeboten werden - wer für die zweite Lebenshälfte vorsorgen will, hat die Wahl. bitte anklicken --> Video-O-Ton Thalgott rät Anhängern neuer Wohnformen jedoch zur Bildung von Netzwerken: bitte anklicken --> Video-O-Ton Auch wenn Altbauten gerade bei SeniorenWG-Gründern höher im Kurs stehen, sieht Thalgott in Neubaugebieten wie dem Münchner Ackermannbogen bessere Voraussetzungen, um neue Wohnformen zu realisieren. bitte anklicken --> Video-O-Ton "Wohlsituierte 50plusler suchen große Wohnung oder Haus mitten in München zwecks Gründung einer WG" Sie sind um die 50, 60 Jahre alt, von Beruf Lehrer, Architekten, Juristen, Finanzberater, Versicherungsmakler, die Initiatorin Martemaria Scheunemann leitet einen Studiengang an der Bayerischen Theaterakademie. Ihr wie allen anderen Mitgründern geht es gut, finanziell wie auch sonst. Nur fehlt ihnen das Salz in ihrem Leben. Nach dem Auszug ihrer erwachsenen Kinder hatte die 58-jährige Theaterfrau ihre neugewonnene Freiheit zunächst in vollen Zügen genossen. Nach 2 Jahren war sie es leid, jede Freizeitaktivität mit anderen organisieren zu müssen. Aber nicht nur das: bitte anklicken --> Video-O-Ton Warum also nicht 'back to the roots' und wie vor Jahrzehnten schon einmal eine Wohngemeinschaft gründen? Toleranz soll jedoch dieses Mal ganz groß geschrieben werden. bitte anklicken --> Video-O-Ton bitte anklicken --> Video-O-Ton Miteinander reden, spielen, die freie Zeit einfach gemeinsam genießen. bitte anklicken --> Video-O-Ton Probleme werden nicht ausbleiben, wenn 8 selbstständige Individuen mit langer Lebenserfahrung auf engem Raum zusammenleben, darüber macht sich auch Martemaria Scheunemann keine Illusionen. Alle WG-Gründer wollen sich deshalb auf feste Spielregeln verpflichten, um deren Einhaltung sich ein "Konfliktmanager" kümmern soll. Kein Oberguru oder WG-König, sondern alle 2 Monate ein anderer Mitbewohner. Ein berüchtigtes WG-Streitthema soll allerdings gar nicht erst aufkommen: bitte anklicken --> Video-O-Ton Reinlichere Mieter kann sich ein Vermieter also kaum wünschen. Dennoch suchen die WG-Gründer seit mittlerweile einem Jahr vergeblich nach geeigneten Räumlichkeiten. bitte anklicken --> Video-O-Ton Wenn das Objekt passt, ist die Gruppe offen für ganz unterschiedliche vertragliche Gestaltungen, würde sogar eine Mietausfallversicherung tragen, wenn es dem Sicherheitsbedürfnis eines Vermieters entgegenkommt. bitte anklicken --> Video-O-Ton Der Abschluss eines Mietvertrages scheiterte bisher vor allem an der Badezimmerfrage. Denn 2 Bäder müssten schon zur Ausstattung gehören. An den Kosten für einen entsprechenden Umbau würde die WG sich beteiligen. Alle Beteiligten wollen sich ihr neues gemeinsames Leben ja durchaus etwas kosten lassen und sind auch in der Lage dazu. 700 Euro soll ein WG-Zimmer kosten. bitte anklicken --> Video-O-Ton Wer den "Spaß" nicht mehr als Spaß empfindet, soll die Wohngemeinschaft jederzeit wieder verlassen können. Auch dafür wird es genaue Regeln geben. Wie weit diese Regeln tragen, zeigt sich möglicherweise ab Februar nächsten Jahres. Ein Mietvertrag für zwei Wohnungen mit je 280 Quadratmetern in einem Jugendstilaltbau im Münchner Stadtteil Neuhausen ist inzwischen jedenfalls unterschrieben. Beide Wohnungen sind durch eine Innentreppe miteinander verbunden und werden zur Zeit noch von einer physiotherapeutischen Praxis genutzt. Ein engagierter Makler mit Sinn für SeniorenWGs schaffte es, den Vermieter ebenfalls für diese Wohnform zu begeistern, und so entschloss sich dieser, aus Gewerberaum wieder Wohnraum zu machen (was bisher noch selten, aber jederzeit möglich ist/ siehe oben: Interview mit Prof. Thalgott). Die SeniorenWG hat nun einen 10-Jahres-Mietvertrag, ohne Mieterhöhung, nur mit Inflationsausgleich. Jeder der acht Bewohner wird zwischen 500 und 600 Euro pro Zimmer bezahlen. Inbegriffen sind dabei die Kosten für ein Gästezimmer, die Gemeinschaftsräume und den kleinen Garten. Der Vermieter will pro Wohnung zwei Bäder einbauen lassen, einen Holzboden verlegen und die abgehängten Decken entfernen. Eine dritte Wohnung im Haus soll bald ebenfalls frei werden, so dass weitere der zahlreichen Interessenten einziehen könnten. BHW-Studie: SeniorenWG für 50plus echte Alternative Nach einer aktuellen Emnid-Studie für den Finanzdienstleister BHW kann sich die Hälfte der über 50-Jährigen vorstellen, in eine Wohngemeinschaft statt in ein Altenheim oder eine Seniorenresidenz zu ziehen. (SZ vom 10.6.05) "Erfinden liegt eher in den Genen als am Alter" Bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Münchner SiemensForums und der Financial Times Deutschland am 9. Mai 05 zum Thema "Innovationsmanagement" belegte Siemens-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Claus Weyrich seine These zur Erfindungsfähigkeit (s.o.) mit deutlichen Zahlen deutlichen Zahlen aus seinem Unternehmen, das weltweit mehr als 430.000 Mitarbeiter beschäftigt. Weyrich trat damit der weit verbreiteten Überzeugung entgegen, die Fähigkeit zur Innovation sei bis auf wenige Ausnahmen die Stärke der jüngeren Generation. Lebenslanges Lernen Prof. Dr. Ursula Staudinger, Jacobs Center: "Die berufliche Identifikation darf sich nicht mit 50 Jahren auflösen!" Es mag angesichts hoher Arbeitslosenzahlen schwer vorstellbar sein, aber in einigen Jahren wird die deutsche Wirtschaft händeringend nach gut ausgebildeten Mitarbeitern suchen. Zwangsläufig auch nach älteren gut Ausgebildeten, können doch die jüngeren Kräfte den Bedarf dann nicht mehr decken. So die Bremer Wissenschaftlerin bei ihrem Vortrag im SiemensForum München. Ihre Empfehlung an Unternehmen: Richten Sie Ihre Personalentwicklung bereits heute entsprechend aus! 1. Lassen Sie sich nicht von Klischees leiten Entgegen der in Unternehmen weit verbreiteten Ansicht, Ältere seien nicht mehr lernfähig, haben wissenschaftliche Studien ergeben, dass zwar die Reaktionsgeschwindigkeit abnimmt, die Fähigkeit zur Wissensaufnahme aber keineswegs. Jedenfalls nicht, wenn man das Lernen trainiert und entsprechende Strategien vermittelt werden. Selbst Flexibilität und Kreativität lassen im Alter nicht zwangsläufig nach. Wer ein Leben lang gewohnt ist, sich auf Neues einzustellen, hat damit auch mit zunehmenden Alter wenig Probleme. Neue Erkenntnisse gepaart mit einem reichen Schatz an Erfahrung können gar zu einer Potenzierung von Kreativität älterer Mitarbeiter führen. 2. Erstellen Sie regelmäßig aktuelle Kompetenzprofile Wer nur einmal bei der Einstellung die Fähigkeiten und Neigungen feststellt, kann seine Mitarbeiter weder optimal einsetzen noch sie adäquat weiterentwickeln. 3. Durchleuchten Sie Ihre Strukturen und Prozesse Welche Aufgaben sind besser von jüngeren, welche von älteren Mitarbeitern zu erfüllen? Wo liegen die Stärken altershomogener Teams, wo erzielen altersheterogene Teams bessere Ergebnisse? 4. "Vocational coaching" Befassen Sie sich intensiv mit den Fähigkeiten, dem Umfeld und den Interessen insbesondere Ihrer älteren Mitarbeiter, um zusammen mit jedem einzelnen neue berufliche Perspektiven zu entwickeln und ihn für Fortbildungsmaßnahmen zu motivieren. 5. Schaffen Sie eine lernfreundliche und altersoffene Unternehmenskultur Workholder Value statt Shareholder Value Staudinger bedauerte, dass der Begriff 'Humankapital' kürzlich zum Unwort des Jahres gekürt wurde, hätte er doch den Weg zu einem dringend erforderlichen Umdenken im Wirtschaftsleben weisen können. Um Investitionen in die Fortbildung von Mitarbeitern als Unternehmenswert sichtbar zu machen, eigne sich aber auch die Hartz'sche Wortschöpfung 'Workholder Value'. Unterstützung durch Staat und Gesellschaft Bereits im Kindergarten sollte die Freude am Lernen gefördert werden. Abschied von der Vorstellung, eine einmalige Ausbildung reiche für ein ganzes Leben aus. Bildungsinfrastruktur für alle Altersgruppen. Zuerkennung der Lernfähigkeit unabhängig vom Alter. Entwicklungswissen für mehr Lebensqualität bis zum Lebensende Viel zu wenige kümmern sich darum, wie sie nicht nur alt, sondern gesund alt werden. 50plus braucht Strategien für eine erfüllende Lebensplanung. Es gehört zu den Aufgaben des Staates, solche Strategien zu vermitteln und durch ein Qualitätsmanagement die Auswahl guter Bildungsangebote zu erleichtern. (Süddeutsche Zeitung v. 18.6.05: "Bildung schützt vor Arbeitslosigkeit" Nach einer Studie des Nürnberger Instituts für Arbeitsmarkt- u. Berufsforschung waren im Bundesdurchschnitt zuletzt nur 3,5 % Akademiker über 55 Jahren ohne Arbeit, während die Arbeitslosenquote aller in dieser Altersgruppe bei 10 % lag.) Mehr zu unserer Service-Plattform Pflege-WG.de 50plus repräsentiert Hälfte der Kaufkraft der über 14-jährigen So die Berechnungen des Instituts für Demoskopie Allensbach. Nach Angaben der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) besteht zunehmend das Bedürfnis, bis ins hohe Alter selbstständig zu leben. Dafür sei man auch bereit, Geld auszugeben. "Einige Konzerne haben das wirtschaftliche Potenzial der Zielgruppe erkannt", meint BAGSO-Geschäftsführerin Ursula Lenz. So bietet z.B. das Mobilfunkunternehmen Vodafone ein Drei-Tasten-Telefon speziell für Menschen, die auf eine einfache Bedienung Wert legen. Der Geldautomaten-Hersteller Wincor Nixdorf in Paderborn hat einen Geldautomaten entwickelt, der die Nutzung mit Sprachführung per Kopfhörer erklärt. Der Inhaber der Agentur für Generationenmarketing in Nürnberg, Andreas Reidl, ist überzeugt, dass die Kaufentscheidung der älteren Menschen über den Erfolg eines Unternehmens entscheidet. (Vgl. dazu das Vision50plus-Video-Interview mit Andreas Reidl in dieser Rubrik --> "Marketing entdeckt die Zielgruppe 50plus") Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 23.12.04; Münchner Merkur vom 29.12.04 Lebenslauforientierung - der neueste Trend beim Bauen Wer heute richtig plant, so der Innenarchitekt Joachim F. Giessler im Video-Interview mit Vision50plus.de, braucht sich um seine Selbstständigkeit im Alter weniger Sorgen zu machen. "Lebenslauforientierung" heißt, die Anforderungen an eine Wohnung in jüngeren Jahren mit dem zu verbinden, was der älter werdende Mensch braucht. Anpassungsfähigkeit ist gefragt. Joachim Giessler erläutert dies an einem Beispiel: (bitte anklicken --> Video-O-Ton) Im sanitären Bereich sind solche Anpassungen nur bei bestimmten baulichen Gegebenheiten möglich, so der Innenarchitekt Giessler: "Raumfunktionsänderungen" werden zum Beispiel durch herausnehmbare Trennwände möglich. Baustoffe der Wahl sind dann also nicht Beton oder Stein, sondern Leichtbaumaterialien. Diese haben nur einen Nachteil: sie sind durchlässiger für Geräusche. Giessler appelliert deshalb an die Bauindustrie, hier neue Produkte zu entwickeln. Viel zu wenig bedacht werde bisher auch das Bedürfnis älterer Menschen, sich die Welt ins Wohnzimmer zu holen. Die Bauordnung lasse hier kaum Gestaltungsmöglichkeiten. Baurechtliche Hindernisse beklagt Giessler auch in anderer Hinsicht. Die Schwelle zu Terrasse oder Balkon sei heute zwangsläufig Stolperschwelle für ältere Menschen. Doch die Vorschriften zum Schutz vor Witterungseinflüssen und Energieverlust seien von gestern: Eigens zur Wohnraumanpassung geschaffene Regelungen sorgen laut Giessler bisher eher für Verwirrung. Sie stünden in Widerspruch zu DIN-Normen, aufgehoben seien die alten Regeln nicht. Der Fachmann Giessler empfiehlt insbesondere den Kommunen dringend eine ganzheitliche Sicht des Themas und plädiert für mehr Gestaltungsfreiheit. Joachim F. Giessler - ist mit seinem Institut "Wohnen im Alter e.V." externer Partner des Generation Research Program - hat einen Lehrauftrag an der FH Coburg, u.a. zum Thema "Wohnen im Alter" Giesslers Standardwerk Planen und Bauen für das Wohnen im Alter ist im Dezember 04 in völlig überarbeiteter Neuauflage erschienen. 50plus im Vorteil beim "Storytelling" "Storytelling"-Autor Dr. Hermann Sottong im Video-Interview mit Vision50plus Vision50plus: Herr Dr. Sottong, "Storytelling" zeigt auf, was Geschichten aus einem Unternehmen über das Unternehmen verraten, auch wie sie zu nutzen sind, um die Geschicke des Unternehmens günstig zu beeinflussen. Wenn nun der Kraft des Erzählens eine derart große Bedeutung für den Erfolg eines Unternehmens zukommt, spielen dann nicht gerade ältere Mitarbeiter eine wichtige Rolle? Vision50plus: Sie schreiben: „Wo die Geschichte (eines Unternehmens) lebendig bleibt und gegenwärtig ist, entstehen Selbstvertrauen, Zutrauen u. Orientierung auf dem Weg in die Zukunft ” - ist es nicht genau das, was jüngere Mitarbeiter brauchen? Vision50plus:Könnte man Ihre Methode als „Psychoanalyse” eines Unternehmens bezeichnen? Vision50plus:Damit haben Zahlenfetischisten sicher so ihre Probleme - können Sie an einem Beispiel belegen, dass Ihr Weg die reine Orientierung an Zahlen sinnvoll ergänzt, ihr manchmal vielleicht sogar überlegen ist? Vision50plus: Kann die Methode des „Storytelling” in Unternehmen Erfolg haben, in denen Gerechtigkeit nicht zählt? Vision50plus:Ist der Erfolg des „Storytelling” also untrennbar verbunden mit ethischen Überlegungen? Storytelling (Co-Autoren: Karolina Frenzel u. Dr. Michael Müller) ist im Hanser Verlag erschienen (2004). Thema: Supermarkt "50plus" Manfred Schwall von der Wiener Werbeagentur Haslinger, Keck im Video-Interview mit Vision50plus.de Vision50plus: Herr Schwall, die österreichische Lebensmittelkette ADEG hat Ihr Konzept "Supermarkt 50plus" realisiert. In Wien und in Bergheim/Salzburger Land wurden zwei Märkte nach den Bedürfnissen nicht mehr ganz junger Kunden ausgerichtet. Leselupen an den Regalen, rutschfeste Böden, kleinere Packungsgrößen usw. - was schätzen die Kunden besonders? Vision50plus:Leselupen und Blutdruckmessgeräte - schreckt ein solcher Service jüngere Kunden nicht eher ab? Vision50plus:Die Lebensmittelkette ADEG hat in die Ausstattung der 50plus-Supermärkte etwa 15 % mehr investiert als üblich. Rechnet sich das? Vision50plus: Wird die besondere Ausstattung irgendwann Standard? Vision50plus: Sie arbeiten an einem weiteren Projekt für den Elektrofachhandel. Ein kleines Unternehmen will insbesondere Schreiner nun in ganz Österreich und auch in Deutschland ansprechen. Auch hier spielt 50plus eine besondere Rolle... Vision50plus: Sind weitere 50plus-Projekte geplant? Marketing entdeckt die Zielgruppe 50plus Andreas Reidl, Inhaber der A.GE - Agentur für Generationen-Marketing Nürnberg/ Bad Tölz im Video-Interview mit Vision50plus.de Andreas Reidl gründete seine Agentur 1996 und nannte sie damals noch 'Agentur für Senioren-Marketing'. Damals passte der Name, signalsierte er doch genau Reidls Absicht, sich von herkömmlichen Werbe-Agenturen und deren Fokussierung auf die Zielgruppe der 19-49jährigen abzugrenzen. Heute beschreibt er seine Arbeit eher als Generationen übergreifend und dokumentiert dies auch im Türschild 'A.GE - Agentur für Generationen Marketing'. Seine Agentur sei ein klassischer Spezialist, ein Nischenanbieter im Dienstleistungsgewerbe, so Reidl. Er gehe „tief rein“ in die Zielgruppe 50plus, mit eigenen Marktforschungspartnern, einer Gruppe von 500 Menschen im Alter zwischen 50 und 80. Diese sogenannten Senior-Trendscouts sagten seiner Agentur genau, was ihnen gefalle oder missfalle. Dabei sei es wichtig, auch innerhalb der Zielgruppe 50plus genau zu unterscheiden. Und von wegen Technik-Feindlichkeit, nur eben nicht zufrieden mit einer Technik für Techniker! (Prof. Ernst Pöppel leitet das Generation Research Program in Bad Tölz, Miklós Kiss verantwortet den Forschungsbereich Mensch-Maschine-Interaktion) Dass die Unternehmen die Zielgruppe 50plus auf der Rechnung haben müssen, ist für Reidl keine Frage. Bereits heute lebe in jedem zweiten bundesdeutschen Haushalt eine Person über 50. In den nächsten 20 Jahren werde sich dieses Verhältnis weiter zu den Älteren hin verschieben. Das seien Fakten, an denen niemand vorbeikomme, der die Zukunft seines Unternehmens dauerhaft sichern wolle. Dies gelte trotz der künftig höheren Anforderungen an die Eigenvorsorge. Armut gebe es aber auch in anderen Altersgruppen. So seien etwa unter den alleinerziehenden Frauen deutlich mehr Sozialhilfeempfänger als unter den älteren Menschen. Fühlbare Änderungen seien erst bei der Babyboomer-Generation - seiner eigenen - zu erwarten. Erfreut stellt Reidl fest, dass die TV-Werbung so langsam den Weg zur älteren Generation findet. Welchen Beitrag A.GE zum allgemeinen Bewusstseinswandel leisten kann? Seine Agentur habe hier nur wenig Spielraum. Reidl ist Geschäftsführer der Stiftung Dialog der Generationen, als Präsident zeichnet der Generationssoziologe Hon. Prof. Dr. Thomas Druyen. Sir Peter Ustinov war bis zu seinem Tod Ehrenpräsident der Stiftung. Märkte u. Marken im Generationenwandel Unter diesem Motto stand der 2. Generationen Kongress am 20. u. 21. Mai 04 in Bad Tölz. Veranstaltet wurde der Kongress vom FlintCenter und der Agentur für Generationen-Marketing . (Sehen Sie dazu auch unser Video-Interview mit Geschäftsführer Andreas Reidl „Marketing entdeckt die Zielgruppe 50plus“ in dieser Rubrik) Die ehemalige Bundesfamilienministerin und Altersforscherin Prof. Ursula Lehr forderte in ihrem Eröffnungsreferat eine neue Stadtplanung, die z.B. Sportstätten für Ältere vorsehen müsse. Die Verkehrsberuhigung müsse dort an ihre Grenzen stoßen, wo sie ältere Menschen vom Stadtleben ausschliesse. „Fahren können noch viele, wenn das Gehen schon unmöglich geworden ist“. Probleme dieser Art seien es auch, die zur Kündigung so manches Zeitungsabonnements führten. Wer allein im 3. Stockwerk wohne und die Treppen vielleicht nur noch einmal am Tag zum Einkaufen schaffe, könne seine Zeitung oft nicht rechtzeitig in Sicherheit bringen. Und wer zahle schon gern für ein regelmäßig gestohlenes Exemplar? An die Adresse der Tourismusbranche – auch Michael Lambertz, Leiter des Konzernmarketings der TUI AG, war als Referent geladen - fragte Prof. Lehr, ob denn ältere Singles im Speisesaal eines Hotels unbedingt am Katzenbänkchen sitzen müssten. Die 73-jährige beklagte auch die „späte“ Öffnung des Frühstücksbuffets. „Wir würden gerne schon um 6 Uhr morgens eine Tasse Kaffee trinken, ältere Menschen schlafen oft nicht mehr so lange!“ Und ein 5-Gänge-Menü ab 8 Uhr abends sei für Senioren nicht besonders bekömmlich. Dr. Andreas Heigl , Analyst der HypoVereinsbank und als Referent zum Thema „Milliardenmarkt Senioren“ geladen, ließ sich von Vision50plus.de auch Überlegungen zur Altersvorsorge entlocken. Bei Aktien riet er zur Vorsicht: Für Fonds und Festgelder gelte ähnliches. Selbst die Immobilie sei nicht ohne Risiko: Immobilienfinanzierer wie die HypoVereinsbank als Trendsetter auf dem Markt für neue altengerechte Wohnformen wie etwa die SeniorenWG? Auch wenn solche Immobilien im Gegensatz zur herkömmlichen Wohnung für die Kleinfamilie auf lange Sicht an Wert gewinnen dürften, glaubt Dr. Heigl nicht an die Bereitschaft der Banken, eine solche Vorreiterrolle zu übernehmen: Als Realist zeigte sich auch der wissenschaftliche Direktor der Tertianum Management AG , Prof. Helmut Bachmaier. Das Alter bringe ohne Frage Einschränkungen mit sich, seine Einrichtung bemühe sich jedoch darum, ihre „Gäste“ zu motivieren, sie durch Bildungsangebote zu fördern. Seine Vision von einem Tertianum in 20 Jahren? Statt Konflikt der Generationen ein gegenseitiges Geben und Nehmen beim Lernen: Die Chance zum harmonischen Miteinander der Generationen sieht auch der Generationen-Soziologe Dr. Thomas Druyen . Er fordert einen grundlegenden Bewusstseinswandel, eine Wertschätzung des Alters: "Lernend altern - Altern Lernen" so hatte Prof. Ursula Lehr , Gerontologin, Psychologin u. Bundesministerin a.D., ihren Vortrag bei der 4. Fachtagung des Bayerischen SeniorenNetzForums am 26. März in Regensburg überschrieben. Prof. Lehr hält die Probleme einer alternden Gesellschaft für lösbar und wehrt sich gegen den Vorwurf der Verharmlosung: (Das Interview mit Prof. Lehr zeichnete Vision50plus.de im Oktober 2002 am Rande einer Tagung des GRP in Bad Tölz auf) Misstände in Altenheimen sind regelmäßig Thema des „Münchner Pflegestammtisches”. Vision50plus.de sprach in diesem Zusammenhang mit einer ehemaligen Pflegerin, die die mangelnde Führungsqualität vieler Heimleitungen für den Pflegenotstand mitverantwortlich macht. An Heike Ohms ehemaligem Arbeitsplatz wurde kein Bewohner geschlagen. Den Bewohnern ging es gut, wie es einem eben gut gehen kann, wenn man den Tag mehr oder weniger eintönig und untätig verbringt. Dieser Standard war zu halten, weil Heike Ohm und ihre Kolleg(inn)en sich bis zur Erschöpfung aufarbeiteten, Doppelschichten übernahmen, wenn die Kollegen sonst wegen zu dünner Personaldecke wieder einmal nicht über die Runden gekommen wären. Vor allem ältere Mitarbeiter fürchteten die Heimleitung: So gehe nicht nur viel kreatives Potenzial verloren, das eine gute Heimleitung zum Wohl der Bewohner nutzen könnte. Viele seien dem negativen Stress auf Dauer nicht gewachsen und würden immer wieder krank. Heike Ohm versucht den Heimleiter zu beschreiben, der leistungswillige Pflegekräfte motivieren und halten kann: Vgl. dazu die europaweite NEXT-Studie ("Nurses Early Exit Study") Unterstützung für Pflege-WG Der Münchner CSU-Stadtrat Max Strasser sieht in der Pflege-Wohngemeinschaft einen Weg, der verwirrten alten Menschen mehr Lebensfreude bieten kann als ein Heim und der Stadt noch dazu sparen hilft. Ein Vorbild sieht Strasser im Berliner Modell des Vereins „Freunde alter Menschen“. Der Verein miete Wohnungen, die er dann an die Bewohner weitervermiete. Einzelverträge zwischen den Demenzkranken bzw. ihren Angehörigen und Pflegediensten sicherten die Pflegeleistung. Nach Strassers Überzeugung rechnet sich dieses Modell bei einer Mindestzahl von sechs Personen, die ihre Pflegeausgaben zusammenlegen. Drei Pflege-WGs gibt es in München bereits: - Hauspflegeverein e.V. Pflegewohnung "Pflege auf Probe" Siegenburgerstr. 25 81373 München Tel: 089/ 74 35 73 71 - Rothenfußer Wohngemeinschaft Carpe Diem e.V. Frau Reder Watzmannstr. 7 81541 München Tel: 089/ 62 00 07 55 Fax: 089/ 62 00 07 56 Siehe dazu auch Auswertung für das Bayerische Sozialministerium - Seniorenwohngemeinschaft Haidhausen Tel: 089/ 45 87 17-0 Frau Waas Mo-Fr.: 9-12Uhr, Mo., Di., Do., Fr. 14-16 Uhr www.Pflegeruf-Muenchen.de Außerdem dazu: SeniorenWG statt Pflegeheim Projekt SeniorenWG in Bayrischzell Vernetzung in Klinik und Arztpraxis spart Zeit und Untersuchungen Pen Tablet PC von Fujitsu Siemens Computers --> drahtloser Zugriff auf alle Patientendaten z.B. bei der Krankenhaus-Visite, Röntgen- u. Ultraschallbilder müssen nicht mehr im Anschluss am PC begutachtet werden Pen Tablet PC wiegt rund 1,4 kg, ist gut 2 cm dick u. etwa so groß wie ein DIN-A-4-Blatt neue Picture Archiving and Communication Systeme (PACS) von Kodak oder Siemens --> von jedem Ort aus Zugriff auf archivierte Röntgenaufnahmen u. die korrespondierenden Zusatzinformationen (Quelle: SZ vom 10.3.04) Vgl. dazu auch Zielsetzung des ICE Leitfaden "barrierefreies Internet" des Europäischen Zentrums für Medienkompetenz : "Von einer Internetseite ohne Schranken profitieren alle - auch die Anbieter selbst." Vorbilder: Portal der Polizei NRW Sozialnetz Hessen Quelle: Süddeutsche Zeitung vom 10.3.04 Neue Rubrik Gesundheit in diesem Portal: Brustkrebsstudie der LMU München Patientinnen erzählen von ihren Erfahrungen, der leitende Oberarzt des Frauenklinikums Großhadern, Dr. Michael Untch, erläutert die Anforderungen an eine solche Studie und die Vorgehensweise. Hier ein Auszug: Neue Plattform für (kleinere) Service-Anbieter Vision50plus.de stellt Ihnen Menschen vor, deren Dienste Sie (entgeltlich) in Anspruch nehmen können. Setzen Sie sich selbst mit den Anbietern in Verbindung! Möchten Sie mit Ihrem Angebot in unsere Rubrik „Service” aufgenommen werden? Sie können entweder Wir nehmen so schnell wie möglich Kontakt mit Ihnen auf. Kosten entstehen Ihnen dabei nicht. Veranstaltungshinweis: 2. Generationen Kongress im Forum der Generationen Bad Tölz Rückblick auf den 1. Kongress im März 2003: Vortrag von Hon. Prof. Dr. Thomas Druyen, Präs. d. Kuratoriums der Stiftung Dialog der Generationen Ungeachtet der Tatsache, dass das Alter zum längsten Lebensabschnitt geworden ist, fühlen sich die meisten älteren Menschen an die Segnungen der Jugend gekettet wie Prometheus an den Felsen und fürchten die Zeit ihrer eigenen Reife, lassen sich gar noch für die Krise unserer Versorgungssysteme verantwortlich machen. Dabei sind wir alle für diese Strukturkrise verantwortlich, weil wir uns nicht bei Zeiten politisch und gesellschaftlich auf die Wandlungen unserer Lebenswelt einlassen. So bleiben die 'jungen Alten' mit ihrem umfangreichen Wertschöpfungspotenzial bei unserer Zukunftsgestaltung als aktive Mitspieler unberücksichtigt. Machen wir uns etwas Einmaliges bewusst: die Geburt eines neuen Lebensabschnittes! Diesen Prozess zu fördern hat sich die Stiftung Dialog der Generationen zum Ziel gesetzt. Ihre Mitglieder sind Verfechter einer neuen Altersvorstellung und Altersintegration. Sie arbeiten an einem intergenerativen Projekt, das den kulturellen Mehrwert aller Lebensalter bündeln will. Vortrag von Thomas Schröder, Bundesmin. f. Bildung u. Forschung, Referat Innovative Arbeitsgestalt. u. Dienstleistg.: Forschung belegt, dass künftig nicht der Nachwuchs, sondern die ältere Belegschaft frischen Wind ins Unternehmen bringt. Unternehmen müssen eigenes Personal stärker entwickeln, Stärken unterschiedlicher Altersgruppen komplementär nutzen. Vortrag von Jan Hofmann, Analyst Deutsche Bank Research: Innovationen für den Seniorenmarkt - eine strategische Herausforderung Senioren werden immer wichtigere Kunden; alle Güter- und Dienstleistungsbranchen müssen ihr Angebot auf Demografie-Festigkeit prüfen; Leitlinien für eine erfolgreiche Ansprache von Senioren: Das Alter positiv, aber realistisch darstellen. Das Produkt selbst, nicht sein Image in den Mittelpunkt stellen. Die Zielgruppe als Hauptdarsteller engagieren |
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