Martemaria Scheunemann

Wohlsituierte 50plusler suchen zwecks WG
große Wohnung oder Haus mitten in München


Sie sind um die 50, 60 Jahre alt, von Beruf Lehrer, Architekten, Juristen, Finanzberater, Versicherungsmakler, die Initiatorin Martemaria Scheunemann leitet einen Studiengang an der Bayerischen Theaterakademie. Ihr wie allen anderen Mitgründern geht es gut, finanziell wie auch sonst. Nur fehlt ihnen das Salz in ihrem Leben. Nach dem Auszug ihrer erwachsenen Kinder hatte die 58-jährige Theaterfrau ihre neugewonnene Freiheit zunächst in vollen Zügen genossen. Nach 2 Jahren war sie es leid, jede Freizeitaktivität mit anderen organisieren zu müssen. Aber nicht nur das:


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Warum also nicht 'back to the roots' und wie vor Jahrzehnten schon einmal eine Wohngemeinschaft gründen? Toleranz soll jedoch dieses Mal ganz groß geschrieben werden.


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Miteinander reden, spielen, die freie Zeit einfach gemeinsam genießen.


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Probleme werden nicht ausbleiben, wenn 8 selbstständige Individuen mit langer Lebenserfahrung auf engem Raum zusammenleben, darüber macht sich auch Martemaria Scheunemann keine Illusionen. Alle WG-Gründer wollen sich deshalb auf feste Spielregeln verpflichten, um deren Einhaltung sich ein "Konfliktmanager" kümmern soll. Kein Oberguru oder WG-König, sondern alle 2 Monate ein anderer Mitbewohner. Ein berüchtigtes WG-Streitthema soll allerdings gar nicht erst aufkommen:


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Reinlichere Mieter kann sich ein Vermieter also kaum wünschen. Dennoch suchen die WG-Gründer seit mittlerweile einem Jahr vergeblich nach geeigneten Räumlichkeiten.


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Wenn das Objekt passt, ist die Gruppe offen für ganz unterschiedliche vertragliche Gestaltungen, würde sogar eine Mietausfallversicherung tragen, wenn es dem Sicherheitsbedürfnis eines Vermieters entgegenkommt.


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Der Abschluss eines Mietvertrages scheiterte bisher vor allem an der Badezimmerfrage. Denn 2 Bäder müssten schon zur Ausstattung gehören. An den Kosten für einen entsprechenden Umbau würde die WG sich beteiligen. Alle Beteiligten wollen sich ihr neues gemeinsames Leben ja durchaus etwas kosten lassen und sind auch in der Lage dazu. 700 Euro soll ein WG-Zimmer kosten.


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Wer den "Spaß" nicht mehr als Spaß empfindet, soll die Wohngemeinschaft jederzeit wieder verlassen können. Auch dafür soll es genaue Regeln geben.