Prof. Dr. Peter Bofinger, "Wirtschaftsweiser"

"Deutschland könnte das Rehabilitationszentrum der Welt werden"

"Wir sind besser, als wir glauben", so der Titel eines Buches von Prof. Dr. Peter Bofinger, das im März 2006 im Rowohlt- Taschenbuchverlag erschienen ist. Bofinger, der an der Universität Würzburg Geldpolitik und internationale Wirtschaftsbeziehungen lehrt und seit 2004 Mitglied im Sachverständigenrat ist, erläutert darin u.a., was die Globalisierung für unsere Arbeitsplätze bedeutet und wie wir der demografischen Herausforderung begegnen sollten. Er liefert Argumente gegen radikale Deregulierung und Sozialabbau und entwickelt einen 10-Punkte-Plan für Wachstum und Beschäftigung.

Im Video-Interview mit Vision50plus.de skizziert Prof. Bofinger, was Deutschland aus sich machen könnte.

(Filmsymbol für Video-O-Töne bitte anklicken -> teilweise längere Vorlaufzeit)

Herr Prof. Bofinger,
warum sollten wir uns nicht "in der Kunst stilvoller Verarmung üben"?



Video-O-Ton Prof. Bofinger


Angesichts einer Staatsverschuldung von über 1.500 Milliarden € und weiterhin steigender Verbraucherinsolvenzen kann doch niemand guten Gewissens behaupten, wir machten zu wenig Schulden...


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Verraten Sie uns, wie wir durch Geldausgeben aus unseren Schulden herauskommen!


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Funktioniert dieser Weg auch in einer globalisierten Welt?


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Reißenden Absatz finden insbesondere unsere Investitionsgüter, die den Importländern die Möglichkeit geben, morgen selbst zu produzieren, was sie heute noch von uns kaufen müssen. Was halten Sie der Befürchtung entgegen, wir schaufelten uns auf diese Art und Weise unser eigenes Grab?


Video-O-Ton Prof. Bofinger



Video-O-Ton Prof. Bofinger


Deutschland als führendes Dienstleistungsland - woran denken Sie dabei zum Beispiel?


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Das wird nur mit gut ausgebildeten Menschen gelingen...


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Wenn unsere Zukunft in wissensbasierten Dienstleistungen und hochtechnologischen Produkten liegt, was wird dann aus traditionellen Industriezweigen und den Mitarbeitern dort?


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Wegfallende industrielle Arbeitsplätze sollen durch neue Jobs im Dienstleistungsbereich ersetzt werden. Die Bundesregierung will den betroffenen Menschen mit Kombilöhnen helfen, die Umstellung zu bewältigen. Sie begrüßen diesen Weg...


Video-O-Ton Prof. Bofinger


Sie propagieren auch flächendeckende Lohnerhöhungen um 2,4 bis 3 Prozent, für deren Vereinbarung Sie eine konzertierte Aktion vorschlagen - alles Maßnahmen, die Arbeit noch teurer machen. Können wir uns das im internationalen Wettbewerb leisten?


Video-O-Ton Prof. Bofinger



Das Interview mit Prof. Bofinger wurde im März 2006 am Rande eines Kamingesprächs der Axel Schröder & Partner Unternehmensberatung auf Burg Wernberg aufgezeichnet.


Vgl. auch
"Außenansicht" Bofingers in der Süddeutschen Zeitung vom 20.2.08: Zumwinkel und das Monster
Schon für Nietzsche war der Staat das "kälteste Ungeheuer" -
Warum auch angesehene Menschen Steuern hinterziehen


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