 |

 |
Günter Krause, ehemals BMW
 |
"Alle hochwertigen Pkw sollten mit Defibrillatoren ausgestattet werden"
München gegen den plötzlichen Herztod will Streifenwagen mit Defibrillatoren ausrüsten.
Der Herzspezialist Prof. Karl Theisen vom Uni-Klinikum Innenstadt
setzt sich mit Kollegen dafür ein, dass zunächst die Autos
der Innenstadtwache mit ‘Defis’ ausgerüstet werden.
Der Dienstherr der Polizei, das bayerische Innenministerium, stellt
sich jedoch quer.
Zuerst müssten die Ergebnisse einer bayernweiten Machbarkeitsstudie
vorliegen.
Allein in Münchnen sterben täglich 5 Menschen an dem bedrohlichen
Herzkammerflimmern.
Dies müsste nicht sein, wenn in den ersten Minuten ein Defibrillator
zum Einsatz käme, so die Initiative.
Die Benutzung sei kinderleicht, jeder Laie könne und dürfe
das Gerät benutzen, man müsse sich nur trauen.
Polizisten könnten hier ein gutes Vorbild sein.
22 der Kästchen sind heute bereits in den U-Bahnstationen installiert.
Manche Kaufhäuser u. Banken besitzen ebenfalls einen dieser
Lebensretter.
Und auch der Dienstwagen des Münchner Oberbürgermeisters
ist mit einem ‘Defi’ ausgerüstet.
Interessant ist der Appell des ehemaligen BMW-Entwicklers
Günter Krause (seit Herbst 03 i. Ruhestand).
Bei einer Tagung des GRP in Bad Tölz forderte er seine Zunft
auf, hochwertige Pkw mit Defibrillatoren auszustatten.
Warnsymptome für einen Herzinfarkt sind z.B. Schmerzen oder
Engegefühl im Brustkorb oder Oberbauch mit Ausstrahlung in
Unterkiefer, Hals, Arme oder zwischen die Schulterblätter,
manchmal begleitet von Angst, Uebelkeit, Atemnot oder Erbrechen.
Als weitere Hinweise gelten fahle, blasse Hautfarbe und kalter Schweiß
sowie ein Kollaps oder Schwächeanfall.
Angehörige sollten sofort den Notarzt (Tel. 19
222) alarmieren. Über ein Mobiltelefon muss eine Vorwahl
gewählt werden, am günstigsten die des Ortsnetzes, in
dem sich der Patient befindet.
Als Alternative gilt der Notruf 112
|
 |
|
|
|