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Michael Cirkel, Institut Arbeit und Technik
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Neue Technologien und Wohnen für 50plus bergen hohes Wachstumspotenzial
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Welche Chancen ergeben sich aus dem Altern der Gesellschaft für den Standort Nordrhein-Westfalen? Dieser Frage geht das
Landesinitiative Seniorenwirtschaft NRW des Instituts Arbeit und Technik (IAT)
in Gelsenkirchen nach. Dass dabei
auch das Feld 'Neue Medien und Telekommunikation' relevant ist, wurde lange bezweifelt, gilt inzwischen jedoch als
unbestritten. Die ältere Generation hat den Nutzen dieser neuen Techniken erkannt und zählt z.B. beim Internet zu den
am stärksten wachsenden Nutzergruppen. Neue Technologien werden in Zukunft die tägliche Lebensqualität bestimmen
und entscheidend zur möglichst lebenslangen Selbstständigkeit beitragen.
Michael Cirkel und seine Kollegen arbeiten bereits
an einem Konzept für ein sogenanntes Virtuelles Altenheim:
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Die Technik für die akustische und optische Überwachung einer Wohnung ist bereits vorhanden. Zu Bewohnern, die nicht mehr sicher
auf den Beinen sind, könnte also jederzeit Kontakt aufgenommen werden. Wo der Bewohner etwa wegen eines Sturzes nicht
ansprechbar ist, kann man sich aus einer Zentrale heraus mit Hilfe der Zoomfunktion einer installierten Kamera einen ersten
Eindruck vom Zustand des Hilfebedürftigen verschaffen, um schnell die nötigen Maßnahmen einzuleiten.
Ob und welche Überwachungstechnologien zum Einsatz kommen, darüber muss jedoch der Betroffene selbst entscheiden, so
Cirkel:
Video-O-Ton Cirkel
Die Akzeptanz für Teleservice-Angebote ist nach Cirkels Erkenntnissen schon heute hoch:
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Im Fokus des Projekts Seniorenwirtschaft liegt jedoch nicht nur die technische Ausstattung einer Wohnung, sondern auch
ihr Zuschnitt und damit die Nutzungsmöglichkeit für alternative Wohnformen. Denn immer
mehr Menschen wollen den Kontakt zu anderen durch ein Zusammenwohnen stärken.
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Wer mit einer SeniorenWG liebäugelt, denkt dabei allerdings kaum an die Behausung nach
Studentenmanier.
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Die Wohnungswirtschaft steht laut Cirkel vor dem Problem, dass der Bestand an Wohnraum oft nicht mit vertretbaren
Kosten anzupassen ist. Für die aufziehenden Bedürfnisse ungeeignete Wohnungen sollten deshalb 'zurückgebaut', d.h.
abgerissen werden, da sonst überproportional viele sozial Schwächere einziehen und den Mietpreis ganzer Quartiere
nach unten ziehen.
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Cirkel appelliert deshalb an die Bauwirtschaft, auf Wohnraum für eine lebenslange Nutzung zu setzen. Die Lösung dafür
böten flexible Raumkonzepte.
Video-O-Ton Cirkel
Der Bereich Seniorenwohnen bietet ein enormes Umsatzpotenzial, so Cirkel. Für Wohnraumanpassung, Unterstützungs- und
Pflegeleistungen, Reparaturdienstleistungen, Wohnraumausstattung mit Möbeln und technischen Geräten usw. würden künftig
Milliarden ausgegeben. Bei der Ermittlung des konkreten Bedarfs empfehle es sich,
genau auf die Vorlieben in der jeweiligen Region zu achten. Bei unterschiedlichen Erhebungen zur Akzeptanz für SeniorenWGs
- die Zahlen lagen zwischen angeblich 30 % und knapp 2 % Zustimmung der Bundesbürger - beispielsweise sei dies ganz
offensichtlich versäumt worden.
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Vision50plus.de sprach mit Michael Cirkel am Rande des Generation Plus-Kongresses in Bad Tölz. Sehen Sie dazu auch die Beiträge
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