Harold Engel, Ressortdirektor Pflege, AOK Bayern

Benchmarking für Pflegeheime

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Woran erkennt man, welches Pflegeheim im Falle eines Falles das richtige wäre? Ein Vergleich von Heimen ist bisher kaum möglich. Das möchte die AOK Bayern ändern. Der Verband hat daher die Entwicklung eines Verfahrens zur Prüfung von Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit der Pflege in Heimen unterstützt.

Für Harold Engel, Ressortdirektor Pflege bei der AOK Bayern, sind beide Aspekte von zentraler Bedeutung.


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Die Prüfung nach dem neuen Verfahren hat laut Engel gezeigt, dass es sehr wohl Pflegeheime gibt, in denen sich die Pflegebedürftigen trotz günstiger Kostenstrukturen wohl fühlen.


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Für Engel kommt es darauf an, dass ein Heim auf die Bedürfnisse des einzelnen Pflegebedürftigen eingeht. Dies sei vor allem auch eine Frage der Motivation des Pflegepersonals. Gutes Management mache den Unterschied aus:


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Ein Heimleiter müsse sich wehren können, wenn bestimmte Dienstleistungen von übergeordneten Stellen organisiert und Kostenanteile für seine Einrichtung heruntergebrochen werden, wie dies in einem größeren Verbund von Heimen oft gehandhabt werde.


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Solche Belastungen könnten zur Sprache gebracht werden, wenn es Referenzwerte gebe, an denen die Ausgaben eines Heimes zu spiegeln wären.


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Aus dem entwickelten Prüfverfahren ein Gütesiegel zur Orientierung des Verbrauchers zu machen, sei zwar bislang nicht im Gespräch gewesen. Bei genauer Betrachtung erscheine dieser Schritt jedoch nicht abwegig.


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Sehen Sie dazu auch den Beitrag zum neuen zweigleisigen Prüfverfahren, in dem die Leiterin des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen in Bayern (MDK), Dr. med. Ottilie Randzio, zu Wort kommt. Sie leitete die Entwicklung der Wirksamkeitsprüfung.


Auch die ambulante Pflege könnte durch mehr Marktwirtschaft besser organisiert werden. Wie dies zum Wohl des Königs Kunde - des Pflegebedürftigen - möglich wäre, zeigt das Bielefelder Modell.