Staatssekretär Jürgen W. Heike, Bayer. Sozialministerium

Durch freiwilliges Engagement
anderen die Teilhabe am kulturellen Leben ermöglichen


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Wo warten sinnvolle Aufgaben, wenn die Kinder flügge werden oder die Zeit der Berufstätigkeit zu Ende geht? Heute 60-Jährige haben die 68iger-Zeit miterlebt, teils mitgeprägt. Traditionelle Ehrenämter sind für sie nicht mehr attraktiv. Diese Generation möchte - unabhängig von individuellen politischen Einstellungen - auch im "Dritten Lebensalter" frei und selbstbestimmt gestalten. Evangelische Erwachsenenbildung und Diakonie wollen das freiwillige Engagement dieser Menschen durch Fortbildungsprojekte wie den 'Kulturführerschein' unterstützen, so dass ihre Tatkraft und ihre Ideen dem gesellschaftlichen Leben erhalten bleiben.

Der Kulturführerschein setzt an der Schnittstelle von Sozialem und Kultur an. Über 50-Jährige können in diesem Projekt verschiedene Möglichkeiten kulturellen Engagements kennenlernen. Die Kursteilnehmer erhalten methodisches "Handwerkszeug", um ihre eigenen Ideen, andere für Kultur zu begeistern, umzusetzen. Sie erfahren z.B., wie ein "Museum im Koffer" zusammenzustellen ist oder wie sie eine Theatervorstellung mit Menschen besprechen können, die bisher keinen Zugang zum Theater hatten.

Der Kurs zum Kulturführerschein umfasst 10 Seminartage und 6 Exkursionen. Hinzukommen zwei von den Teilnehmern selbst gestaltete kleine Veranstaltungen. Anschließend wird der Führerschein im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung verliehen. Kurz vor Beginn der Feier für den 5.Kursjahrgang 2006 erläuterte Staatssekretär Jürgen W. Heike, warum sein Ministerium das Projekt unterstützt:


Herr Staatssekretär,
Ihnen liegt insbesondere an einem Austausch zwischen jüngerer und älterer Generation. Was kann der 'Kulturführerschein' diesbezüglich leisten?




Staatsekretär Heike antwortet im Video
(18 Sek.)


Wenn Sie das noch etwas näher ausführen könnten...



Antwort im Video
(29 Sek.)


Vielen Dank, Herr Staatssekretär!



Im Vorfeld der Feier hatte Vision50plus.de Gelegenheit, mit Sabine Sautter, der Projektleiterin des Kulturführerschein(s) in Bayern, zu sprechen:


Frau Sautter,
was vermitteln Sie im Rahmen des 'Kulturführerscheins'?




Sabine Sautter antwortet im Video
(21 Sek.)


Wie kam man auf die Idee zu diesem Projekt?



Antwort im Video
(39 Sek.)


Was erlaubt dieser 'Führerschein'?



Antwort im Video
(41 Sek.)


Worauf kommt es Ihnen dabei besonders an?



Antwort im Video
(46 Sek.)


Hätten Sie noch weitere Beispiele für ein Engagement von Kulturführerschein-Inhaber(inne)n?



Antwort im Video
(42 Sek.)


Angenommen, ein Absolvent stößt später bei einem eigenen Projekt auf Probleme, kann er sich dann wieder an Sie wenden?



Antwort im Video
(36 Sek.)


Bleiben wir beim Thema 'Kosten' - ist die Teilnahmegebühr denn für alle Interessenten erschwinglich?



Antwort im Video
(16 Sek.)


Zur Hürde wird eher ein Mangel an Einsatzbereitschaft, die sich in einem Vorgespräch mit den Bewerbern zeigen muss. Sie verlangen ernsthaftes Engagement, denn die Kursgebühr deckt die tatsächlichen Kosten ja bei weitem nicht. Woher bekommen Sie die nötigen Gelder?



Antwort im Video
(37 Sek.)


Vielen Dank, Frau Sautter!