Irene Mandl (Mag.), KMU Forschung Austria

Neue EU-Datenbank: länderspezifische Fallstudien
zur Integration Älterer in den Arbeitsmarkt


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Rumänien und Bulgarien werden der EU wie geplant zum 1. Januar 2007 beitreten, obwohl es noch Probleme gibt, die eine volle Integration verzögern könnten, wie es im neuesten Fortschrittsbericht der Kommission heißt.

Probleme haben beide Länder u.a. im Hinblick auf die Einbindung Älterer in den Arbeitsmarkt. Dies fand ein Team der KMU Forschung Austria heraus, das im Auftrag der European Foundation for the Improvement of Living and Working Conditions die Integration älterer Mitarbeiter in den neuen EU-Mitgliedstaaten und den Beitrittskandidaten untersuchte. Dieses Defizit sei jedoch nicht nur für Rumänien und Bulgarien zu diagnostizieren, betont Irene Mandl vom KMU-Forscherteam. Auch in den neuen EU-Ländern seien diesbezüglich große Unterschiede festzustellen:


Video-O-Ton Irene Mandl


Mehr oder weniger alle "Neuen" seien hauptsächlich damit beschäftigt, die Harmonisierung mit EU-Recht voranzutreiben, so dass auch die staatlichen Institutionen sich kaum um das Thema kümmerten. Wie die Wirtschaft stelle bisher auch die öffentliche Hand Ältere fast nur dann ein, wenn Alternativen fehlten, und bleibe so das nötige Vorbild schuldig. Ältere bekämen also erst eine Chance, wenn Jüngere wegen des höheren Gehaltsniveaus ins Ausland abwandern oder nicht über die nötige Qualifikation verfügten. D.h. dort, wo es auf Erfahrungswissen ankomme oder die Qualifizierung als solche nicht mehr angeboten werde.

Wo man sich um ein Bewusstsein für die Herausforderungen des demografischen Wandels bemühe, geschehe dies noch allzu oft ohne jede Koordination:


Video-O-Ton Irene Mandl


Mandl verweist darauf, dass allen Akteuren aus Politik und Wirtschaft mit der neuen Datenbank der European Foundation eine Informationsquelle zur Verfügung stehe, in der sie die ganz spezielle Situation ihres Landes abgebildet finden.


Video-O-Ton Irene Mandl


Die Wiener Forscherin hofft auf eine Nachfolgestudie in etwa drei Jahren, die nachprüfen soll, inwieweit die dargestellten Best Practices in den einzelnen Staaten tatsächlich zu einer besseren Integration Älterer geführt haben.


Vision50plus.de sprach mit Irene Mandl am Randes des World Ageing and Generations Congresses in St. Gallen.