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Das Handy als Gesundheitsüberwachungssystem Der Entwicklungsingenieur Klaus Finke aus Bad Tölz beschreibt seine Erfindung etwas komplizierter: "Mobiles elektronisches Erfassungs-, Aufbereitungs-, Übertragungs- u. Kommunikationsverfahren für humanbedingte Daten". Finke glaubt mit diesem System z.B. Herzkranken helfen zu können. Die technische Vorrichtung registriere, wenn sie am Körper getragen werde, sich plötzlich verschlechternde Daten des Patienten und kontaktiere bei entsprechender Programmierung direkt einen Arzt oder eine Klinik. Finke sieht noch weit mehr Anwendungsmöglichkeiten für seine Erfindung und stellt interessierten Investoren gern detailliertes Informationsmaterial zur Verfügung. Das gesundheitsüberwachende Handy existiert bisher nur als Unikat. Sprachgesteuertes Telefonbuch wählt auf Zuruf. Nach Angaben des Herstellers Dr. Hein GmbH ist das Gerät mit der Bezeichnung DAISY in der Lage, 50 Telefonnummern zu speichern und bei Zuruf des zugehörigen Namens eine Verbindung herzustellen. DAISY soll mit jedem Telefon zu kombinieren sein. Ingenieure und Designer müssen umdenken Bei einer Tagung der Fachgruppe Generationen im FlintCenter Bad Tölz (17.12.03) appellierte der Leiter des GRP, Prof. Ernst Pöppel, an Ingenieure und Designer, sich bei der Entwicklung von Produkten für die Zielgruppe 50plus umzuorientieren. Auf Formschönheit wolle zwar auch er nicht verzichten, doch im Vordergrund müsse der "anstrengungslose" Gebrauch stehen. "Wir finden uns viel zu schnell mit suboptimaler Technologie ab." Andreas Reidl von der A.GE Agentur für Generationenmarketing für Generationenmarketing ergänzte, 70 % der bisher für die Zielgruppe 50plus angebotenen Produkte seien mehr oder weniger verbesserungsfähig. Für Prof. Pöppel ist dabei der Rückgriff auf Hirnforschung und Psychologie unerlässlich. Technik solle es den Menschen leicht machen zu kommunizieren. (Beispiel dazu: die Hörzeitung Anmerkg. d. Red.) Johannes Hoyer, Fachmann für Medizintechnik u. -design, untersuchte Produkte für ältere Menschen unter dem Aspekt "emotionale Sicherheit". An der "I-Drive"-Technik des neuen BMW aus der 7er-Reihe ließ Hoyer kein gutes Haar. Die 720 Funktionen, die mit dieser Technik anzuwählen seien, könne ein betagter Autofahrer niemals auch nur annähernd nutzen. Derart viele Wahlmöglichkeiten bedeuteten vielleicht für Jüngere große Variabilität, bei Älteren riefen sie nur Verunsicherung hervor. Ähnlich sei es auch beim PC. Weniger sei hier mehr. Wer sein Radiogerät früher mit einem Knopf an- u. ausschalten konnte, freue sich auch heute über die EINE richtige Bedienung. Andreas Reidl kritisierte nicht nur die Anbieter von unbefriedigenden Produkten. Er nahm auch die Dienstleister ins Visier. So hätten beispielsweise die Banken die Kommunikation mit dem Kunden aufgegeben und drängten auch PC-unerfahrene Senioren an den Computer. Für viel Geld bauten die Kreditinstitute Datenbanken auf, um Informationen über ihre Kunden zu sammeln, die diese ihnen früher freiwillig ins Haus getragen hätten. |
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